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Kühlschrank-Tour und Jailhouse Rock

Hi Folks!

Ein saukaltes Wochenende liegt hinter uns!
Am Freitag ging's los zu einem Gig nach Dettendorf. Außer Bernie, der sich in dieser Gegend (irgendwo zwischen Ebersberg und Rosenheim) prima auskennt, haben wir uns alle erstmal sauber verfahren, da das einzige auf jenen Ort hinweisende Schild leider bis zur Unlesbarkeit verbogen war. Irgendwann fanden wir uns dann doch noch rechtzeitig ein, bevor die erste Band des Abends (unsere Freunde von RAT BULL) loslegten.
In der anliegenden Gaststätte war es wunderbar mollig warm, doch leider befand sich die Bühne in einem Stadl-Anbau, dessen Beheizung anscheinend erst kurz vorher mit 2 schwachbrüstigen Heizstrahlern begonnen hatte, wie wir an unserem gefrorenen Atem feststellen konnten. Rat Bull legten ein Klasse-Set hin, und in der darauffolgenden hektischen Umbaupause für unseren Gig wurd's wenigstens uns auch mal kurzzeitig ein bisschen wärmer. Das Feeling beim Gig war dann wirklich geil: guter Sound auf der Bühne und großartige Resonanz vom Publikum (trotz anhaltend strenger Kälte!).
Die Heimfahrt wurde dann nochmal zu einer kleinen Odyssee, da wir die glorreiche Idee hatten, einen "kürzeren" Heimweg zu nehmen ... 1 1/4 Stunden später war ich auch schon zu Hause ....

... um bereits wenige Stunden später, nämlich am Samstag um halb eins die Jungs
am Proberaum wieder zu treffen.
Zum Glück war der Großteil unseres Equipments noch im Tourbus geladen, wir mußten nur noch die PA einpacken und schon ging's wieder los in Richtung nächster Gig. JVA Aichach stand auf dem Tourplan, JVA für "Justiz-Vollzugsanstalt" oder im Volksmund genannt "Frauenknast".
Wir waren uns nicht sicher, was uns da wirklich erwarten sollte.
Als ganz schön schwierig erwiesen hat sich bereits das "in den Knast Hineinkommen". Nach Ausweis- und Gesichtskontrolle wurde uns das doppelt gesicherte Stahltor von einer Vollzugsbeamtin entsperrt. Leider konnten wir trotzdem noch nicht rein, da unter dem Tor eine Eisschicht das Öffnen verhinderte. Unser Drummer Harti, der Vollzugsbeamtin hilfsbereit zur Stelle, hatte zum Glück einen Überlebens-Spaten dabei und schaufelte in dem wilden Schneetreiben, das jetzt rechtzeitig eingesetzt hatte, das Tor frei.
In eben diesem Scheegestöber entluden wir dann auch in Windeseile unseren Bus; danach sahen wir alle aus wie begossene Pudel. Schön. Die Anstaltskirche ("der Konzertsaal") hatte zu diesem Zeitpunkt lauschige 7°C. Mmmh. Wir bauten unsere Anlage auf der "Bühne" der Anstaltskirche (nämlich unter der Kanzel) auf, und nach einem kurzen Soundcheck (unser geschätzter Tontechniker Stefan Jütte hatte hier wirklich keinen leichten Job, denn die Soundverhältnisse in der Kirche waren ziemlich wahnsinnig - wer noch Heavy Metal Platten aus den 80ern zu Hause hat, weiß was ich meine, wenn ich in diesem Zusammenhang von "viel Hall" spreche...) kamen auch schon bald die Mädels herein. Die Show begann nämlich schon um 16 Uhr.
Das Konzert selbst war Wahnsinn. Das ausschliesslich weibliche Publikum war vom ersten Song an so gnadenlos laut, dass ich kaum meine eigenen Ansagen verstehen konnte. Zum Glück wußte ich meistens, was ich sage. Sound auf der Bühne gleich null - fast im Blindflug durch die Songs, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Dieser Gig ist in der Reihe der ungewöhnlichen Auftritte ganz vorne mit dabei. Und: nach zwei frenetisch geforderten Zugaben hatten wir es geschafft, den Raum um ganze 3° auf 10°C aufzuheizen! Da war uns plötzlich ganz schön warm ...
Der Abbau ging einigermaßen relaxed von statten, und zum Abschluß genehmigten wir uns noch ein Abendessen in unserem Favorite Diner "Lara's" in Dasing (Fotos rechts). Danach ging's schnurstracks nach Hause zum Ausladen ...

Soviel für diese Woche!
Bis bald,
Euer Tom

Gregg & Harti
Tom & Gregg
Gregg, Beck's und Harti
Stefan, Chris und Bernie
Tourstop bei Lara's

 

 

 


 

 

14. März 2005